Eine Datenfunkstrecke in Anlagen der Prozessindustrie muss jederzeit betriebssicher und störungsfrei verfügbar sein. Da viele Anlagen, wie beispielsweise die mobilen Beschickungsstationen von Transportbändern, personallos gefahren werden, und eine Unterbrechung der Beschickung den Folgeprozess (z.B. die Brennstoffversorgung eines Kraftwerkes) gefährden würde, ist die hohe Verfügbarkeit der Funkstrecken von großer Wichtigkeit. Das Funksystem muss in seiner Auslegung (Funkfrequenz, Funkleistung, Antennentechnik, Montagepunkte) an die örtlichen Gegebenheiten wie Entfernung, Staubbelastung, Reflexion u.v.m. anpassbar sein. In modernen, mit Feldbus instrumentierten Anlagen z.B. der Zement- oder Minenindustrie, müssen die Funkstrecken die „Sprache“ des Kommunikationsprotokolls wie etwa PROFIBUS oder CAN „sprechen“, um innerhalb dieses Netzes eine bestimmte Strecke per Funk kabellos mit Wireless PROFIBUS bzw. Wireless CAN überbrücken zu können. Und schließlich sollten sich die Funksysteme hinsichtlich ihrer konstruktiven Ausführung (etwa durch Eignung zur Hutschienenmontage) auch gut in die bestehende Steuerungstechnik integrieren lassen.