Diskussionen und Prognosen zum Internet der Dinge (IoT) enden fast immer mit der Erkenntnis, dass erfolgreiche Lösungen bzw. Geschäftsmodelle nur mit Hilfe einer weltweit funktionsfähigen, hochsicheren und zugleich kostengünstigen Konnektivität zwischen den beteiligten „Dingen“ möglich sind.

In Anlagen der Prozesstechnik oder der Wasser- bzw. Energiewirtschaft bilden kostenintensive Pumpen, Kompressoren oder Generatoren wertvolle Assets, deren ständige Betriebsbereitschaft – auch an sehr entlegenen Standorten – von höchster Bedeutung ist und daher durch Diagnose- und Instandhaltungsmaßnahmen gesichert werden muss. Dafür sind diese Maschinen zunehmend mit Sensorik ausgerüstet, welche einen normalen Abnutzungsgrad ebenso registrieren kann wie unregelmäßiges Betriebsverhalten oder unzulässige Betriebsbedingungen. Diese Daten stehen unmittelbar vor Ort zur Verfügung, sollten aber zugleich auch der Zentrale des Betreiberunternehmens und/oder dem Hersteller bzw. dessen Wartungspersonal zugänglich sein. Eine solche typische IoT-Lösung ermöglicht kurzfristige und kostengünstige Instandhaltungsmaßnahmen, erhöht damit die Maschinenverfügbarkeit und vermeidet gleichzeitig kostenintensive Reiseeinsätze von Wartungspersonal. Daraus können für Maschinenhersteller auch völlig neue Geschäftsmodelle entstehen, wenn beispielsweise ein Kompressorhersteller den Kompressor vor Ort im eigenen Besitz behält und nur die Menge komprimierter Luft verkauft.

Vortrag von Thomas Schildknecht, CEO Schildknecht AG auf der Hannover Messe 2017